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Fragen und Antworten zu Fördermittel für energetische Gebäudesanierung

Stand:

Gefördert werden z. B. folgende Einzelmaßnahmen:

- Dämmung der Außenwände, des Daches bzw. der obersten Geschossdecke und der Kellerdecke.

- Erneuerung der Fenster und Außentüren

- Austausch der Heizung

- Optimierung älterer Heizungsanlagen

- Einbau einer Lüftungsanlage

und BAFA-Förderung für Erneuerbare Energien, insbesondere für Biomasse, Solarthermie und Wärmepumpen.

Fördermittel zur Energetischen Gebäudesanierung

Fördermittel

Off

Zusammenfassung der Telefonaktion
vom 08.04.2019 zu Fördermitteln

Die Energieberater der Verbraucherzentrale des Saarlandes Cathrin Becker und Architekt Robert Steffen standen den Lesern der Saarbrücker Zeitung Rede und Antwort.

Frage 1:

Welche Förderungen für die energetische Sanierung gibt es, außer Zins-Darlehen und welche Einzelmaßnahmen werden gefördert?

Antwort 1:

Gefördert werden z. B. folgende Einzelmaßnahmen:

- Dämmung der Außenwände, des Daches bzw. der obersten Geschossdecke und der Kellerdecke.

- Erneuerung der Fenster und Außentüren

- Austausch der Heizung

- Optimierung älterer Heizungsanlagen

- Einbau einer Lüftungsanlage

Gefördert wird die energetische Sanierung z. B. im KfW-Programm 430 mit 10 % Zuschuss. Für Maßnahmenpakete wie die Erneuerung der Heizung zusammen mit einer Optimierung der Wärmeverteilung gibt es höhere Zuschüsse. Dies gilt auch für den Einbau einer Lüftungsanlage zusammen mit einer Wärmeschutzmaßnahme an der Gebäudehülle.

Frage 2:

Gilt die Förderung für alle Gebäude?

Antwort 2:

Nein. Durch Zuschüsse gefördert werden nur Maßnahmen für Ein- und Zweifamilienhäuser, für die der Bauantrag vor dem 01.02.2002 gestellt wurde.

Frage 3:

Gibt es eine Förderober- und untergrenze?

Antwort 3:

Zuschussbeträge werden nur ab einer Höhe von 300,00 € gewährt.

Die maximal geförderten Investitionskosten liegen bei 50.000,00 € pro Wohneinheit bei Einzelmaßnahmen und 100.00,00 € pro Wohneinheit bei der Sanierung zum KfW-Effizienzhaus.

Frage 4:

Wie wird die Inanspruchnahme eines Energieberaters zur Baubegleitung gefördert?

Antwort 4:

Die energetische Fachplanung und Baubegleitung durch einen Experten wird bezuschusst (KfW Programm Nr. 431). Der Zuschuss beträgt 50 % der förderfähigen Kosten und max. 4.000,00 € pro Antragsteller und Vorhaben.

Frage 5:

Werden auch regenerative Energien gefördert?

Antwort 5:

Ja, das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) gewährt Zuschüsse für Erneuerbare Energien, insbesondere für Biomasse, Solarthermie und Wärmepumpen. Die Fördermittel gibt es sowohl für Bestands- als auch für Neubauten. Beachten Sie bitte die Antragstellung vor Maßnahmenbeginn.

Frage 6:

Werden Photovoltaikanlagen gefördert?

Antwort 6:

Sie können das Kreditprogramm der KfW Nr. 270 „Erneuerbare Energien – Standard“ in Anspruch nehmen. Voraussetzung dabei ist, dass ein Teil des erzeugten Stroms bzw. der erzeugten Wärme ins Netz eingespeist und/oder verkauft wird.

Frage 7:

Bin ich verpflichtet zu sanieren, wenn ich ein Haus kaufe?

Antwort 8:

Grundsätzlich müssen Sie bei Kauf nicht sanieren. Jedoch müssen die Nachrüstpflichten laut Energieeinsparverordnung beachtet werden. Heizungsanlagen, die älter als 30 Jahre sind, müssen bei Eigentümerwechsel innerhalb von zwei Jahren ausgetauscht werden. Ebenso sind obere Geschossdecken, die nicht den Mindestwärmeschutz erfüllen, zu dämmen.

Bei Fragen zur energetischen Sanierung und zu Förderprogrammen helfen die Energieberater der Verbraucherzentrale. Die Basisberatung in den landesweit 19 Niederlassungen ist seit Anfang des Jahres 2019 für alle Verbraucher kostenfrei.

Mehr Informationen unter www.verbraucherzentrale-energieberatung.de. Termine zur persönlichen Beratung oder können unter 0681 50089-15 oder unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei) oder direkt bei den Beratungsstützpunkten vereinbart werden.