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Kindergeld, Fahrverbote, Rente: Die 10 wichtigsten Änderungen 2019

Stand:

Im Jahr 2019 tritt eine Reihe Änderungen in Kraft. Gute Nachrichten für Geringverdiener, Krankenversicherte und Rentner, schlechte hingegen für viele Diesel-Fahrer. Wir zeigen die zehn wichtigsten Veränderungen.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Sie können sich im neuen Jahr auf einen höheren Mindestlohn, mehr Rente und Kindergeld freuen.
  • Für Diesel-Fahrer drohen weitere Fahrverbote in einigen Großstädten.
  • Wir haben die zehn wichtigsten Änderungen zusammengefasst, die 2019 auf Sie zukommen.
Aufgeschlagener Kalender 2019
On

1.    Mehr Rente

Für Millionen Senioren in Deutschland gibt es 2019 Grund zur Freude! Ab dem 1. Juli 2019 steigen die Renten   im Westen um 3,18 Prozent, im Osten um 3,91 Prozent. Die Anpassung gilt für alle Altersrenten, für Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenrenten, für gesetzliche Unfallrenten sowie für die Renten der Landwirte aus der landwirtschaftlichen Rentenkasse.

>> Mehr Informationen und weitere Änderungen bei Einkommen und Abgaben


 

2.    Brückenteilzeit bringt Rückkehrrecht nach Teilzeit

Mit Inkrafttreten des Brückenteilzeitgesetzes haben Arbeitnehmer im neuen Jahr einen Anspruch auf befristete Teilzeit. Zudem haben es jetzige Teilzeitkräfte ab 1. Januar 2019 leichter, in ihre Vollzeit-Beschäftigung zurückzukehren. 

Die Brückenteilzeit soll mehr Beschäftigten ermöglichen, befristet in Teilzeit zu arbeiten und so Arbeits- und Privatleben besser zu vereinbaren. Für eine Dauer von ein bis fünf Jahren können Arbeitnehmer künftig ihre Arbeitszeit reduzieren. Derzeit existiert lediglich ein Anspruch auf unbegrenzte Teilzeitarbeit – ohne ein Rückkehrrecht.

>> Mehr Informationen und weitere Änderungen bei Arbeit und Steuern


 

3.    G1-Gesundheitskarten verlieren Gültigkeit

Ab 1. Januar 2019 gelten nur noch Gesundheitskarten mit dem Aufdruck "G2" oder "G2.1". Diese Karten der "zweiten Generation" haben die notwendigen Zertifikate und derzeit höchsten Sicherheitsstandards. Besitzen Sie noch eine "G1"-Karte, bestellen Sie bei Ihrer Krankenkasse unbedingt eine neue. Sonst kann es beim Besuch in der Arztpraxis Probleme geben.

>> Mehr Informationen und weitere Änderungen bei Pflege, Gesundheit und Wohnen 


 

4.    Höherer Mindestlohn

Gute Nachrichten auch für Geringverdiener: Der gesetzliche Mindestlohn wird 2019 in zwei Schritten erhöht. Zum 1. Januar 2019 steigt der Stundensatz von derzeit 8,84 Euro auf 9,19 Euro. In einer zweiten Stufe folgt im Jahr 2020 eine Anhebung auf 9,35 Euro pro Stunde. 

>> Mehr Informationen und weitere Änderungen bei Einkommen und Abgaben


 

5.    Kindergeld steigt

Eltern bekommen ab 1. Juli 2019 für jedes Kind zehn Euro mehr im Monat. Für das erste und zweite Kind gibt es dann jeweils 204 Euro, für das dritte Kind 210 Euro. 

Für Eltern, die anstelle des Kindergelds einen Kinderfreibetrag erhalten, steigt der Freibetrag bereits ab Januar 2019 von bisher 4.788 Euro auf 4.980 Euro pro Kind.

>> Mehr Informationen und weitere Änderungen bei Einkommen und Abgaben


 

6.    Neue Diesel-Fahrverbote

Im neuen Jahr treten weitere Diesel-Fahrverbote in Kraft. Bekannt ist bereits: In Stuttgart (1. Januar 2019), Bonn (1. April 2019), Köln (1. April 2019), Essen (1. Juli 2019), Gelsenkirchen (1. Juli 2019), Mainz (1. September 2019) und Berlin (spätestens Juni 2019) werden Diesel-Fahrzeuge teilweise aus der Stadt ausgesperrt. 

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat in Kooperation mit dem ADAC eine Musterfeststellungsklage gegen die Volkswagen AG eingereicht. Betroffene VW-Kunden können sich kostenlos in ein Klageregister des Bundesamtes für Justiz eintragen – tun Sie das am besten noch bis Ende des Jahres 2018! Wie Sie bei der Musterklage gegen VW mitmachen, erfahren Sie hier.

>> Mehr Informationen und weitere Änderungen bei Umwelt, Auto und Energie


 

7.    Preisobergrenzen beim Telefonieren ins EU-Ausland

Telefonieren, Simsen und Surfen kostet im EU-Ausland bereits seit 15. Juni 2017 genau so viel wie zu Hause. Teuer konnte es bislang jedoch werden, wenn Sie aus der Heimat ins Ausland telefonieren. Das soll sich ändern: Voraussichtlich ab 15. Mai 2019 führt die EU Preisobergrenzen ein. Telefongespräche in einen anderen EU-Staat dürfen dann maximal 19 Cent pro Gesprächsminute kosten, eine SMS höchstens 6 Cent.

>> Mehr Informationen und weitere Änderungen bei Geld, Versicherungen und Telekommunikation


 

8.    Onlinebanking - Aus für die iTAN-Liste

Papier-TAN-Listen gehören bald der Vergangenheit an. Wer für seine Online-Überweisungen noch auf Papier verschickte TAN-Listen nutzt, muss bis Herbst 2019 auf ein anderes Onlinebanking-Verfahren umsteigen. Die Umstellung auf modernere Sicherheitsverfahren via Computer oder Smartphone (etwa TAN-Generator, Foto-TAN, mobile-TAN) sollen das Risiko eines Missbrauchs beim Onlinebanking minimieren.

>> Mehr Informationen und weitere Änderungen bei Geld, Versicherungen und Telekommunikation


 

9.    Neue Geldscheine

Ab dem 28. Mai 2019 gibt die Europäische Zentralbank neue 100- und 200-Euro-Scheine heraus. Die Banknoten sind dann mit neuen Sicherheitsmerkmalen ausgestattet und sollen Fälschungen erschweren. Ein weiterer praktischer Vorteil der neuen 100- und 200-Euro-Scheine: Sie sind kleiner und passen so besser ins Portemonnaie. 

>> Mehr Informationen und weitere Änderungen bei Geld, Versicherungen und Telekommunikation


 

10.    Energieausweise laufen ab

Nach zehn Jahren verliert jeder Energieausweis seine Gültigkeit. Alle Ausweise mit Ausstellungsjahr 2008 laufen also zum 1. Januar 2019 aus. Eigentümer brauchen einen gültigen Ausweis, wenn sie ihr Haus oder eine Wohnung neu vermieten oder verkaufen. Haben Sie in so einer Situation keinen Energieausweis, droht ein Bußgeld.

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