Einspeisevergütung für Solarstrom

Pressemitteilung vom

- Etwa bis zu 30 Prozent des eigenen Strombedarfs deckt eine private Photovoltaik-Anlage ab. Eine hohe Eigenverbrauchsquote spart zum einen Kosten für den Strombezug. Zum anderen wird das Klima geschützt.

- Mit einem Batteriespeicher erhöht man den Anteil des selbst verbrauchten Solarstroms erheblich und man wird autarker. Dennoch wird die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaik-Anlage in der Regel mit Batteriespeicher schlechter.

Solarenergie
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Im Jahr 2019 drohte das Aus der Einspeisevergütung für neue Photovoltaik-Anlagen. Um den Ausbau der regenerativen Stromerzeugung nicht zu blockieren, haben der Bundestag und der Bundesrat rechtzeitig die Abschaffung des Deckels von maximal 52 Gigawatt Anschluss beschlossen. Zwar sind die goldenen Zeiten für Investoren längst vorüber. In der Anfangszeit sind mehr als 50 Cent pro eingespeiste Kilowattstunde bezahlt worden. Damals waren die Kosten für die Errichtung einer Solarstromanlage aber auch viel höher als heutzutage, sagt Cathrin Becker, Energieberaterin der Verbraucherzentrale. Die Einspeisevergütung beträgt für Anlagen, die im Juli 2021 in Betrieb gehen je nach Größe der Anlage 5,68 bis 7,47 Cent pro Kilowattstunde.

Etwa bis zu 30 Prozent des eigenen Strombedarfs deckt eine private Photovoltaik-Anlage ab. Eine hohe Eigenverbrauchsquote spart zum einen Kosten für den Strombezug. Zum anderen wird das Klima geschützt. Bei einem Haushalt mit vier Personen und einem jährlichen Verbrauch von 3.000 Kilowattstunden kann sich der Verbrauch um bis zu 900 Kilowattstunden und das jährliche CO2 dieses Haushalts um etwa 500 Kilogramm reduzieren.

Für ein Einfamilienhaus kalkuliert man derzeit für eine Anlage mit 6 Kilowatt Peak Spitzenleistung etwa 10.500 Euro. Ein passender Speicher mit 6 kWh Kapazität kostet etwa 6.000 bis 7.500 Euro brutto.

Mit einem Batteriespeicher erhöht man den Anteil des selbst verbrauchten Solarstroms erheblich und man wird autarker. Dennoch wird die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaik-Anlage in der Regel mit Batteriespeicher schlechter. Gründe hierfür sind die Anschaffungskosten für Batteriespeicher sowie die begrenzte Lebensdauer der Batterien. „Die Verbraucherinnen und Verbraucher, die sich dennoch einen Batteriespeicher zulegen wollen, sollten darauf achten, dass dieser nicht zu groß dimensioniert wird“, empfiehlt Cathrin Becker. Die Dimensionierung hängt von der Höhe des Stromverbrauchs im Haushalt ab.

Bei Fragen zum Thema Solarstrom hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale. Dank der Bundesförderung für Energieberatung der Verbraucherzentrale sind die Rückruf- sowie die Video-Chat-Beratung kostenfrei.

Ein Solar-Eignungs-Check beim Verbraucher zu Hause kostet 30 Euro Eigenanteil.

Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter www.verbraucherzentrale-saarland.de. Termine zur Beratung können landesweit unter 0681 50089-15 oder unter der kostenfreien bundesweiten Hotline 0800 – 809 802 400 vereinbart werden.

 

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