Fördermittel für energetische Gebäudesanierung - Fragen und Antworten

Pressemitteilung vom
Eigenheimbesitzer interessierten sich für die Bundesförderung für energieeffiziente Gebäude (BEG), die zu Anfang des Jahres 2021 in Kraft getreten ist. Die Experten von der Verbraucherzentrale beantworten Fragen zum Thema „Fördermittel für energetische Gebäudesanierung“.
unabhängige Beratung
unabhängige Beratung

- Förderung für Einzelmaßnahmen wie Fenstertausch

- Förderung für Heizungserneuerung

- Förderung für Komplettsanierung

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Die Diplomingenieure Christine Mörgen und Robert Steffen, beide Energieberater der Verbraucherzentrale, erläutern die wichtigsten Fragen:

Bekommt man einen Zuschuss, wenn man nur die Fenster austauscht?

STEFFEN

Es ist nicht notwendig, das ganze Gebäude zu sanieren. Einzelmaßnahmen wie ein Fenstertausch oder die Sanierung der Fassade werden gefördert, wenn energietechnische Kriterien eingehalten werden. Ein Zuschuss von 20 % der Investitionskosten ist möglich. Maximal 60.000 Euro pro Wohneinheit können in Ansatz gebraucht werden. Diese sogenannten Einzelmaßnahmen werden im Zuschussprogramm seit dem 1.1.2021 durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausführkontrolle (BAFA) gefördert. Der Antrag ist vor Auftragsvergabe zu stellen und es muss ein/e Energieeffizienz-Experte/Expertin hinzugezogen werden.

Wird der Austausch der Heizung gefördert?

MÖRGEN

Für den Austausch einer alten Heizung gegen ein System, das mit mindesten 25 Prozent regenerativer Energie betrieben wird, kann man einen Zuschuss in Höhe von 30 bis 45 Prozent bekommen. Je nach Vorhaben, sind konkrete technische Bedingungen einzuhalten. Nur für den Heizungstausch kann man den Antrag selbst stellen. Der Antrag muss vor Auftragsvergabe gestellt werden.

Wer noch keine Entscheidung für ein neues Heizsystem getroffen hat, kann den Eignungs-Check Heizung der Verbraucherzentrale in Anspruch nehmen. Die telefonische Beratung ist dank der Bundesförderung für Energieberatung der Verbraucherzentrale kostenfrei. Ein Beratungstermin am Objekt mit schriftlichem Protokoll kostet 30 Euro Eigenanteil. 

Mit welcher Förderung kann ich rechnen, wenn ich das ganze Haus saniere?

STEFFEN

Wird durch eine umfangreiche energetische Sanierung ein bestimmter Effizienzstandard erreicht (z.B. Effizienzhaus 40, 55, 70, 85 oder 100), kann ein Zuschuss von 27,5 bis 45 Prozent erzielt werden. Hierbei ist der 5-prozentige Bonus, der auf der Basis eines Individuellen Sanierungsfahrplans gewährt wird und der 5%ige EE_ Bonus noch nicht berücksichtigt.

Die Höchstgrenze der förderfähigen Kosten bei allen Effizienzhausklassen beträgt 120.000 Euro pro Wohneinheit.

Ab dem 1.7.2021 wird die Komplettsanierung mit Zusatz EE, mit 5% mehr gefördert, wenn der Einsatz von 55% erneuerbarer Energien nachgewiesen werden kann. Gleichzeitig steigt der Betrag der förderfähigen Kosten auf 150.000 Euro pro Wohneinheit. Das gilt für alle Effizienzhausstufen.

Bei der Antragstellung ist ein Energieeffizienz-Experte hinzuzuziehen. Auch hier muss der Antrag vor Auftragsvergebe gestellt.

Weitere Fragen zu den neuen Förderprogrammen für energetische Gebäudesanierung beantworten die Energieberater der Verbraucherzentrale. Dank der Bundesförderung für Energieberatung der Verbraucherzentrale sind die telefonische Beratung sowie die Video-Chat-Beratung kostenfrei.

Ab Mitte Juli bzw. Anfang August sind einige Beratungsstellen und Stützpunkte wieder geöffnet, beispielsweise in Saarbrücken, Dillingen und in Überherrn.

Terminvereinbarung landesweit unter Tel.: 0681 50089-15 oder unter der kostenfreien bundesweiten Hotline 0800 809 802 400 oder per E-Mail Energieberatung@vz-saar.de.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.

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