Fördermitteln für energetische Gebäudesanierung

Pressemitteilung vom

Gefördert werden Maßnahmen, die signifikant dazu beitragen, das energetische Niveau eines Altbaus zu verbessern wie z.B. die Dämmung von Außenwänden, Dachflächen, Geschossdecken oder Kellerdecken oder der Austausch alter Heizungen gegen energieeffiziente Anlagen. An die energetische Sanierung werden Mindestanforderungen gestellt, die weit über die Vorgaben der Energieeinsparverordnung hinausgehen.

Fördermittel für energetische Gebäudesanierung
energieeffizient sanieren
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Auf reges Interesse ist das Lesertelefon zum Thema Fördermitteln für energetischen Gebäudesanierung gestoßen. Die Energieberater der Verbraucherzentrale des Saarlandes Cathrin Becker und Robert Steffen standen den Lesern der Saarbrücker Zeitung Rede und Antwort.

- Gibt es einen Zuschuss für die Dämmung der obersten Geschossdecke oder muss ich meine Dachschräge dämmen?

Sie müssen nicht zwingend die Dachschräge dämmen. Beide Dämmmaßnahmen können über das KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren“ gefördert werden. Voraussetzung ist die Einhaltung des von der KfW geforderten U-Werts sowie die luftdichte Bauweise.

Die Förderung beträgt 20 % Zuschuss im Programm Nr. 430 bei Ein- und Zweifamilienhäusern. Alternativ kann das Kreditprogramm Nr. 152 in Anspruch genommen werden. Hier erhalten Sie ein zinsgünstiges Darlehen mit 20 % Tilgungszuschuss.

- Gibt es Fördermittel für den Einbau einer Photovoltaikanlage?

Nein, auch für Batteriespeicher gibt es kein Bundesförderprogramm mehr. Die KfW bietet aber ein Kreditprogramm (Nummer 167) zur Finanzierung der Anlage an.

- Wie sind Sanierungsmaßnahmen an der Gebäudehülle bei einem Dreifamilienhaus förderfähig?

Für Wohngebäude mit drei oder mehr Wohneinheiten fördert die KfW energetische Sanierungsmaßnahmen über das Kreditprogramm Nr. 151/152. Direkte Zuschüsse gibt es hier nicht.

- Wie stelle ich einen KfW-Förderantrag?

Die Antragstellung für „Energieeffizient Sanieren“ muss vor Maßnahmenbeginn erfolgen. Nach Zuschusszusage kann mit der Sanierungsmaßnahme begonnen werden. Zudem ist ein Energieberater erforderlich, der Sie während der Sanierung begleitet. Er kann für Sie mit Bevollmächtigung den Antrag stellen.

Energieberater finden Sie in der Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes (www.energie-effizienz-experten.de). Für die Leistungen des Experten kann über das KfW-Programm Nr. 431 Baubegleitung ein Zuschuss von 50 % beantragt werden. Auch dieser Antrag ist vor Maßnahmenbeginn zu stellen.

- Welche Maßnahmen werden wie gefördert?

Gefördert werden Maßnahmen, die signifikant dazu beitragen, das energetische Niveau eines Altbaus zu verbessern wie z.B. die Dämmung von Außenwänden, Dachflächen, Geschossdecken oder Kellerdecken oder der Austausch alter Heizungen gegen energieeffiziente Anlagen. An die energetische Sanierung werden Mindestanforderungen gestellt, die weit über die Vorgaben der Energieeinsparverordnung hinausgehen. So fördert die KfW z.B. Einzelmaßnahmen wie die Wärmedämmung von Außenwänden in Form eines Wärmedämmverbundsystems mit einem Investitionszuschuss in Höhe von 20 %. Kostet die Sanierung z. B. 25.000,-- € kann der Zuschuss bis zu 5.000,-- € betragen.

- Werden alle Gebäude gefördert?

Die Förderung gilt nur für Wohngebäude für die vor dem 01.02.2002 ein Bauantrag gestellt wurde. Zuschüsse werden jedoch nur für Ein- und Zweifamilienhäuser gezahlt.

- Ich möchte meine alte Gasheizung gegen eine Gasbrennwertheizung erneuern. Gibt es Zuschüsse über die KfW?

Nein. Gasbrennwertanlagen werden nicht mehr gefördert. Gefördert werden nur Gas-Hybridheizungen mit erneuerbarer Wärmeerzeugung (z. B. über eine Solaranlage). Seit 2020 werden Heizungsanlagen nicht mehr über die KfW gefördert, sondern über das Amt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa).

Anbieterunabhängige Informationen zu allen Fragen der Energieeinsparung erhält man bei den Energieberatern der Verbraucherzentrale. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de  und https://www.verbraucherzentrale-saarland.de. Die Beratung in den 18 Niederlassungen im Saarland ist dank der Bundesförderung für Energieberatung der Verbraucherzentrale kostenfrei. Termine zur persönlichen Beratung können unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei) vereinbart werden oder direkt mit der Beratungsstelle.

In Saarbrücken finden die Beratungen bei der Verbraucherzentrale, Trierer Straße 22, statt. Anmeldung unter 0681 - 5008915.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.