Wie können Sie das Internet umwelt-freundlicher nutzen?

Stand: 18. August 2025

Hier erklären wir:

Wie kann ich das Internet umwelt-freundlich nutzen?

Das geht mit dem Smartphone, beim Video schauen und Einkaufen

Die Verbraucher-Zentrale will alle Menschen erreichen.

Darum gibt es hier Infos in Leichter Sprache.

So kann man den Text besser verstehen. 

Was Sie in diesem Text erfahren

Sie erfahren in diesem Text: 
Wie Sie diese Dinge umwelt-freundlicher tun können:

  • Smartphone und Apps nutzen:
    Apps sind Anwendungen auf dem Smartphone oder Tablet.
    Zum Beispiel: Wetter-Apps.
  • Streamen: Das ist Englisch und heißt übersetzt: Strömen oder Fließen.
    Man spricht es so: Sstrie-men.
    Streamen bedeutet: 
    Die Übertragung von Videos oder Musik über das Internet.
    Man kann die Videos beim Streamen direkt sehen.
    Und die Musik direkt hören.
    Man muss sie nicht vorher herunter-laden.
  • Einkaufen im Internet

 So können Sie elektronische Geräte umwelt-freundlicher nutzen:

  • Wenn Sie nur wenige Geräte kaufen.
  • Wenn ein Gerät wenig Strom verbraucht.
  • Wenn Sie gebrauchte Geräte kaufen.
  • Wenn Sie kaputte Geräte reparieren lassen.

Ein neues Gerät verbraucht bei der Herstellung zwar mehr Rohstoffe.
Rohstoffe sind zum Beispiel Metalle.
Neue Geräte können den Strom-Verbrauch aber auch verringern:
Wenn man sie richtig nutzt und lange verwendet.
Ein kaputtes Gerät muss wieder-verwertbar sein:
Man muss die Rohstoffe vom Gerät erneut nutzen können.

Ein Smartphone besteht nicht nur aus Plastik, Glas und etwas Metall: 
Etwa 60 verschiedene Stoffe sind darin verarbeitet. 

Die Menschen beim Rohstoff-Abbau arbeiten unter sehr schlechten Bedingungen.
Dort arbeiten manchmal sogar Kinder.
Obwohl Kinder-Arbeit verboten ist.

Man kann viele der Rohstoffe nicht künstlich herstellen. 
Man verarbeitet die Rohstoffe und transportiert sie über weite Strecken.

Gut für die Umwelt: Ein Smartphone länger zu nutzen

Man nutzt die Smartphones inzwischen etwas länger. 
Die Nutzungs-Dauer vom Smartphone ist länger:

  • Wenn es seltener repariert werden muss.
  • Wenn es mehr Leistung bringt.

Das macht die Nutzung vom Smartphone umwelt-freundlicher.

Worauf die Hersteller achten sollen

 

Die Hersteller sollen darauf achten:

  • Dass man Geräte lange nutzen und leicht reparieren kann.
  • Dass man für lange Zeit Ersatz-Teile bekommt und Updates
    Update ist Englisch und bedeutet: Etwas auf den neuesten Stand zu bringen. 
    Man spricht es so: Ab-däit.
    Beim Update vom Smartphone beseitigt man Fehler.
    Oder fügt neue Funktionen hinzu.

So können Sie Ihr Smartphone umwelt-freundlicher nutzen

  1. Umwelt-freundliche Produkte auswählen
    • Kaufen Sie umwelt-freundlich hergestellte Geräte.
    • Kaufen Sie nicht immer das neueste Modell.
    • Oder kaufen Sie gebrauchte Geräte.
  2. Reparieren statt wegwerfen
    Werfen Sie kaputte Smartphones nicht gleich weg. 
    Man kann diese oft reparieren.
    Zum Beispiel in Reparier-Cafés (Text ist nicht in leichter Sprache).
  3. Geräte kaufen, die man reparieren kann
    Achten Sie beim Kauf darauf, dass man die Geräte reparieren kann.

Neue Apps sind schnell auf das Smartphone herunter-geladen. 
Zum Beispiel: ein Spiel oder ein Sprach-Kurs.

Viele Apps nutzt man kaum.
Löschen Sie aus diesen Gründen ungenutzte Apps: 

  • Apps belegen Speicher-Platz auf dem Smartphone.
  • Apps sammeln unbemerkt private Daten.
    Zum Beispiel: Kontakt-Daten wie Telefon-Nummern und Standorte.
  • Ältere Geräte werden langsamer durch viele Apps.
  • Es gibt weniger Sicherheits-Lücken.
  • Man kann ein Smartphone mit wenigen Apps leichter bedienen.
  • Der Akku hält länger.

 

Wie verbrauchen Apps Strom?

 

Vor allem diese Apps verbrauchen sehr viel Strom:

  • Apps für soziale Medien: Zum Beispiel YouTube und Instagram.
  • Nachrichten-Apps: Zum Beispiel Whatsapp und Signal.

Diese Apps übertragen durchgängig Daten. 

So finden Sie Apps mit hohem Strom-Verbrauch:


Öffnen Sie die App Einstellungen.
Wählen Sie einen der beiden Menü-Punkte:
  • Akku beim Android
  • Batterie beim iPhone

Sie sehen dort: Welche App welchen Strom-Anteil verbraucht hat.

Die meisten App-Inhalte sind nicht auf dem Smartphone gespeichert.
Sondern auf großen Computern in Rechen-Zentren

Ein Rechen-Zentrum ist ein Raum oder ein Gebäude.
Darin stehen viele große Computer.
Die Computer speichern viele Daten.
Zum Beispiel: Internet-Seiten.

Das Internet funktioniert nur durch Rechen-Zentren.
Die Rechen-Zentren verbrauchen sehr viel Strom.
Das gilt auch für die Werbung in den Apps. 
Und auch für die Daten-Übertragung zum Smartphone. 

So nutzen Sie die Geräte besser

  1. Löschen Sie ungenutzte Apps:
    Für mehr Speicher-Platz, mehr Geschwindigkeit und mehr Sicherheit.
  2. Nutzen Sie für den Internet-Zugang WLAN. 
    Die Daten-Übertragung über WLAN verbraucht weniger Strom.
    Die Daten-Übertragung mit mobilen Daten verbraucht mehr Strom.
  3. Nutzen Sie Push-Nachrichten nur für wichtige Apps:
    Das sind Nachrichten, die von selbst auf Ihrem Gerät erscheinen.
    Sie müssen dafür keine App geöffnet haben.
    • Öffnen Sie die App Einstellungen.
    • Wählen Sie den Menü-Punkt Apps und klicken eine App an.
    • Tippen Sie dann auf Mitteilungen.
    • Legen Sie fest: Welche Apps Ihnen Nachrichten senden dürfen.
  4. Schalten Sie Ortungs-Dienste nur bei Bedarf ein.
    • Öffnen Sie die App Einstellungen.
    • Wählen Sie den Menü-Punkt Stand-Ort beim Android.
    • Oder den Menü-Punkt Ortungs-Dienste beim iPhone.
      Ortungs-Dienste finden Sie unter Daten-Schutz und Sicherheit.
  5. Sie können bei einigen Apps Inhalte auf dem Gerät speichern.
    Sie können die App dann auch ohne Internet-Verbindung nutzen.
    Das ist vor allem sinnvoll bei:
    • Musik und Videos
    • Hör-Büchern und Podcasts: Podcasts sind meist Hör-Beitrage.
      Zum Beispiel: immer abrufbare Gespräche oder Radio-Beiträge.
    • Bei Karten von Navigations-Apps: 
      Sie kommen mit diesen Apps leichter von einem Ort zum anderen.
  6. Nutzen Sie werbe-freie Apps oder blockieren Sie Werbung:
    Das spart Strom und schützt Ihre privaten Daten.
    Öffnen Sie die App Einstellungen:
    Beim Android:
  • Tippen Sie auf Google.
  • Gehen Sie unter Daten-Schutz und Sicherheit auf Werbung.
  • Schalten Sie Von Apps vorgeschlagene Werbung aus.

Beim iPhone: 

  • Gehen Sie unter Daten-Schutz und Sicherheit auf Apple-Werbung.
  • Schalten Sie Personalisierte Werbung aus. 

So streamen Sie strom-sparender, umwelt-bewusster und günstiger

  1. Streamen Sie über das Festnetz, vielleicht zusammen mit WLAN. 
    Das benötigt viel weniger Strom als eine Übertragung über Mobil-Funk.
  2. Stellen Sie eine geringere Auflösung ein vom Video. 
    Häufig reicht bereits HD oder SD.
  3. Suchen Sie nach Anbietern, die Strom aus erneuerbaren Energien nutzen. 
    Erneuerbare Energie ist zum Beispiel: Strom aus Wind-Kraft.
    Achten Sie beim Neukauf auf strom-sparende Geräte.
  4. Nutzen Sie immer nur einen Bild-Schirm:
    Schauen Sie nicht fern und surfen gleichzeitig im Internet.
    Das verbraucht doppelt so viel Strom.

Streamen

Streamen: Das ist Englisch und heißt übersetzt: Strömen oder Fließen.
Man spricht es so: Sstrie-men.

Streamen bedeutet: 
Die Übertragung von Videos oder Musik über das Internet.

Streaming begleitet uns im Alltag.
Wir streamen Filme und Musik.
Oder besprechen Dinge auf Video-Konferenzen.

Die Anbieter von Streaming nennt man Streaming-Dienste.
Man kann mit Streaming-Diensten Strom und Rohstoffe sparen.
Man kann zum Beispiel durch Video-Konferenzen Reisen vermeiden. 
Die Nutzung von Streaming-Diensten verbraucht aber auch viel Strom. 

Wir zeigen Ihnen: An welchen Stellen Strom verbraucht wird.
Und wie Sie umwelt-freundlicher streamen können.
Sie können dadurch Strom und Geld sparen.

So können Sie Strom sparen

Wann wird beim Streaming Strom verbraucht?

Man macht sich meist keine Gedanken darüber: 

Wieviel Strom das Anschauen von Videos verbraucht. 

Strom wird beim Streamen an mehreren Stellen verbraucht:

  • für die Geräte zum Abspielen
  • für die Netze zur Daten-Übertragung
  • für die großen Computer in den Rechen-Zentren

Die Rechen-Zentren werden immer leistungs-stärker.
Doch auch die Daten-Mengen nehmen zu. 
Zugleich verbessert sich die Qualität der Videos. 
Und die Klang-Qualität der Musik.
Auch diese Verbesserung sorgt für größere Daten-Mengen.

Der Strom-Bedarf hängt ab von diesen Dingen: 

  • Auf welchem Gerät ein Video geschaut wird.
  • Und mit welcher Auflösung vom Video:
    Streaming mit SD-Auflösung auf dem Smartphone oder Tablet: 
    Das verbraucht viel weniger Strom als das Fernsehen.
    Oder als das Abspielen einer DVD auf einem Flachbild-Fernseher.
    Eine geringere Auflösung verbraucht beim Streamen weniger Strom.

Umwelt-freundlich einkaufen

Viele Menschen möchten im Internet umwelt-freundlicher einkaufen. 

Sie wollen wissen: Wie werden Artikel hergestellt, transportiert und entsorgt? 

Artikel bedeutet: Das sind die Dinge, die man bestellen kann.

Viele Menschen wünschen sich einen bequemen Internet-Einkauf. 

Beides widerspricht sich aber oft.

 

 

Rücksendungen beim Internet-Einkauf

Im Internet-Handel kann man viele Artikel zurücksenden.
Man hat dafür 14 Tage Zeit.
Und muss nicht sagen: Warum man etwas zurücksendet.

In Deutschland ist diese Rücksendung meist kostenlos.
Weit über 1 Milliarde Artikel wurden in Deutschland zurückgeschickt. 


Allein im Jahr 2021.
17 Millionen zurückgesendete Artikel wurden einfach weggeworfen. 
In Deutschland gibt es die meisten Rücksendungen in Europa.
Die Rücksendung ist nicht umwelt-freundlich.

1. Überlegen Sie vor der Bestellung, was Sie wirklich brauchen.  
Das vermeidet unnötige Rücksendungen.
Kaufen Sie nur die Dinge im Internet, die es nicht im Laden gibt. 
Damit unterstützen Sie auch die Läden in Ihrer Nähe.
 

2. Beachten Sie beim Kauf von Haushalts-Geräten die Energie-Labels


Haushalts-Geräte verbrauchen unterschiedlich viel Strom.
Die Energie-Labels sind Verbrauchs-Stufen und zeigen: 
Welche Geräte viel und welche wenig Strom verbrauchen.
Die Verbrauchs-Stufen haben unterschiedliche Farben und Buchstaben.
Die Einteilung der Farben geht von Grün bis Rot.
Die Einteilung der Buchstaben von A bis G.
A und Grün bedeutet: sehr geringer Strom-Verbrauch.
G und Rot bedeutet: sehr hoher Strom-Verbrauch.

Kaufen Sie möglichst Geräte mit sehr geringem Strom-Verbrauch.
Sie sparen dadurch Strom und Geld.
 

3. Sie müssen fehlerhafte Artikel nicht zurücksenden. 
Sie können diese auch kostenlos vom Anbieter reparieren lassen. 
 

4. Sie können Dinge im Internet auch gebraucht kaufen. 
Das ist umwelt-freundlich und kostet wenig. 
Es gibt verschiedene Internet-Seiten dafür.

5. Fragen Sie sich: Welche Dinge brauchen Sie wirklich jeden Tag? 


Alle anderen Dinge können Sie tauschen, teilen und mieten. 


Zum Beispiel: Bücher oder Bohr-Maschinen braucht man nur selten.

Es gibt verschiedene Internet-Seiten dafür.

Sie können auch unter Kleinanzeigen schauen.

6. Vermeiden Sie unüberlegte und schnelle Käufe.


Übertragung in Leichte Sprache:
Fette Fahrt und leichte Beute – Barrierefreie Kommunikation Diane Mönch

Prüfung erfolgt noch durch: 
Test-Lesende vom Büro für Leichte Sprache, CJD Erfurt
Illustrationen: © Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V., Illustrator Stefan Albers, Atelier Fleetinsel, 2013

Bilder: © Reinhild Kassing: 
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Längere Nutzungsdauer gut für die Umwelt

Nach einer Analyse des Branchenverbands Bitkom wächst der deutsche Markt für Smartphones, Apps und Mobilkommunikation weiter und hat im Jahr 2025 einen neuen Höchststand erreicht. 

Aus der Studie ergibt sich aber auch, dass Smartphones inzwischen länger genutzt werden. Je leistungsfähiger und je weniger reparaturanfällig Smartphones sind, desto länger scheint die Nutzungsdauer zu sein. Dabei zahlt sich aus, dass Hersteller hochwertige Materialien benutzen, die Geräte besser als früher vor Wassereintritt oder Staub geschützt sind und länger mit Softwareupdates versorgt werden. Das wiederum wirkt sich positiv auf den ökologischen Fußabdruck aus. 

Nachhaltige Smartphone & Co. nutzen: Das können Sie tun

Es liegt in der Verantwortung der Hersteller, langlebige und leicht reparierbare Geräte herzustellen sowie für ausreichend lange Zeit Ersatzteile vorzuhalten und Updates anzubieten. Doch Sie haben es auch selbst in der Hand, Ihr Konsumverhalten nachhaltiger zu gestalten.

Das können Sie selbst für eine nachhaltige Digitalisierung tun:

  1. Nachhaltige Produkte auswählen
    Neben der Nutzungsdauer spielen bereits beim Kauf Kriterien wie eine möglichst nachhaltige Produktion der Geräte eine große Rolle. Es muss auch nicht immer das neueste Modell sein. Werfen Sie auch einmal einen Blick auf den Zweitmarkt. Eine Studie dazu hat ergeben, dass die meisten Kunden mit gebrauchten Geräten gute bis sehr gute Erfahrungen gemacht haben.
     
  2. Reparieren statt wegwerfen
    Werfen Sie defekte Smartphones nicht gleich weg. Es lohnt sich, sie zu reparieren, z. B. in Repair-Cafés.
     
  3. Reparierbare Geräte kaufen
    Achten Sie beim Kauf auf die Reparierbarkeit von Elektrogeräten. Seit März 2021 werden Hersteller dabei stärker in die Pflicht genommen.


Wie nachhaltig sind Streaming-Dienste?

Home-Office und Videokonferenzen, Online-Gaming oder Filme streamen – digitale Cloud-Dienste begleiten unseren Alltag - und liefern Einsparpotentiale beim Energieverbrauch.

Durch Videokonferenzen können beispielweise Reisen vermieden werden. Durch Online-Spiele oder das Streamen von Filmen müssen keine Ressourcen für Verpackung und Transport von Spielen oder Filmen aufgebracht werden.

Doch ganz ohne Energie geht es auch beim Streamen nicht. Für die Nutzung digitaler Dienste wird an vielen Stellen Energie benötigt. Das verursacht ebenfalls Treibhausgas-Emissionen und vergrößert den ökologischen Fußabdruck.

Wir zeigen Ihnen, an welchen Stellen Energie verbraucht wird, wie Sie nachhaltiger streamen und dadurch auch den Geldbeutel schonen können.

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Wann wird beim Streaming Energie verbraucht?

Vermutlich machen sich die wenigsten Verbraucher:innen beim Streamen Gedanken darüber, wieviel Energie für das Anschauen eines Films aufgewendet wird. Energie wird beim Streamen jedoch gleich an verschiedenen Stellen gebraucht:

  • für die Geräte, die zum Abspielen genutzt werden,
  • für die Netze, die die Daten übertragen und
  • für die Rechenzentren, in denen die Server stehen.

Zwar werden die Rechenzentren immer effizienter, doch die Datenmengen, die sie zu bewältigen haben, nehmen zu. Zugleich steigt die Video- und Audioqualität der gestreamten Medieninhalte, was die Datenmenge zusätzlich in die Höhe treibt.

Der konkrete Energiebedarf hängt von verschiedenen Faktoren ab, z. B. davon, wie die Daten übertragen werden, auf welchem Endgerät und mit welcher Auflösung geschaut wird.

Eine Untersuchung im Auftrag des Umweltbundesamts hat ergeben, dass je nach Übertragungstechnik unterschiedlich viel Treibhausgasemissionen entstehen. Die geringste CO2-Belastung entsteht, wenn das Video über einen Glasfaser-Anschluss gestreamt wird. Auch eine Übertragung über ein Kupferkabel ist sparsamer als über Mobilfunk.

In Mobilfunknetzen gibt es ebenso große Unterschiede. So wird bei einer Datenübertragung mit der 5G-Technik deutlich weniger verbraucht als bei einer Übertragung mit UMTS (3G).

Auch das Endgerät und die Auflösung des Videos haben Einfluss auf den Energiebedarf und den CO2-Fußabdruck. Laut einer Studie der Bitkom benötigt das Streaming mit SD-Auflösung auf einem Smartphone, Tablet oder Notebook beispielsweise deutlich weniger Energie als das klassische Fernsehen oder das Abspielen einer DVD auf einem größeren Flachbildfernseher.

Und generell gilt: Je geringer die Auflösung des Videos ist, desto weniger Energie muss beim Streamen aufgebracht werden.

Nachhaltig Streamen: Das können Sie tun

Bereits mit wenigen, einfachen Maßnahmen können Sie nicht nur stromsparender und somit umweltbewusster, sondern auch kostengünstiger streamen:

  1. Streamen Sie eher über das Festnetz, gegebenenfalls in Kombination mit WLAN. Das benötigt deutlich weniger Energie als eine Übertragung über Mobilfunk. Bei Mobilfunknetzen sind moderne Funknetze wie 5G am sparsamsten.
  2. Stellen Sie eine geringere Auflösung des Videos ein. Viele Videos müssen nicht in 4K oder gar 8K-Bildauflösung wiedergegeben werden. Häufig reicht bereits HD.
  3. Suchen Sie gezielt nach Anbietenden, die Strom aus erneuerbaren Energiequellen benutzen. Achten Sie beim Neukauf auf energieeffiziente Geräte.
  4. Haben Sie sich auch schon manchmal dabei ertappt: Sie schauen fern und surfen parallel im Internet (man spricht vom Second Screen)? Es ist besser, wenn Sie Ihre volle Aufmerksamkeit nur einem Medium widmen. Denn: Mit einem halben Ohr zuhören, verbraucht doppelt so viel Energie.


Wie nachhaltig ist Online-Shopping?

Immer mehr Verbraucher:innen möchten auch im Internet nachhaltig konsumieren und interessieren sich für die Bedingungen, unter denen Konsumgüter hergestellt, transportiert und später wieder entsorgt werden. Mehr als die Hälfte sind bereit, ihr Konsumverhalten zugunsten des Klimaschutzes zu verändern.

Gleichzeitig wünschen sie sich aber auch einen reibungslosen, ungestörten und verbraucherfreundlichen Online-Einkauf, was teilweise im Widerspruch zum Gedanken des nachhaltigen Konsumierens steht.

Retouren-Problematik im Onlinehandel

Im Online-Handel haben Verbraucher:innen ein 14-tägiges Widerrufsrecht. Viele der gekauften Waren können innerhalb dieser Frist ohne Angabe von Gründen zurückgeschickt werden. In Deutschland ist diese Rücksendung in der Regel kostenlos.

2021 wurden in Deutschland schätzungsweise 1,3 Milliarden bestellte Artikel an den Verkäufer zurückgeschickt. Auf diese Rücktransporte gehen geschätzt 795.000 Tonnen CO2-Emissionen zurück. Erschreckend: 17 Millionen zurückgesendete Artikel wurden nicht weiterverkauft, sondern weggeworfen. Nach den Daten der Forschungsgruppe Retourenmanagement an der Universität Bamberg ist Deutschland damit Retouren-„Europameister“.

Die verbraucher- und damit konsumfreundlichen Regelungen stehen somit teilweise im Widerspruch zum Umweltschutz, der die Natur vor den möglichen Risiken der Produktions- und Konsumgesellschaft bewahren möchte.

Nachhaltig online shoppen: Das können Sie tun
  1. Bewusstes Shoppen im Internet vermeidet unnötige Retouren. Überlegen Sie vor der Bestellung, wie viele Sachen Sie wirklich benötigen. Kaufen Sie nur solche Dinge online, die es im Laden um die Ecke nicht gibt. Damit stärken Sie auch Ihre Händler:innen vor Ort. Bündeln Sie Einzelbestellungen, um Lieferemissionen zu reduzieren.
  2. Beachten Sie beim Kauf von Haushaltsgeräten die entsprechenden Energie-Labels. Das senkt Ihren Stromverbrauch und damit auch Ihre Kosten.
  3. Liefern Verkäufer:innen eine mangelhafte Ware, haben Sie ein Wahlrecht zwischen Umtausch oder kostenloser Reparatur. Überlegen Sie, ob letztere Option für Sie in Frage kommt.
  4. Sie können Sachen im Internet auch gut gebraucht kaufen. Das ist nachhaltig und kostengünstig.
  5. Wie viele Gegenstände brauchen Sie wirklich täglich? Tauschen, teilen und mieten sind umweltschonende Alternativen zum Kauf.
  6. Versuchen Sie, Spontankäufe zu vermeiden und achten Sie auf die typischen Anzeichen von Lockangeboten.

Wie nachhaltig sind Apps?

Ein Fitness-Tracker, das witzige Spiel aus der Werbung oder der Sprachkurs für den nächsten Urlaub: Neue Apps sind schnell auf dem Smartphone installiert. Doch wenn die erste Begeisterung verflogen ist, bleiben die kleinen Programme oft ungenutzt auf dem Handy. So ist es nicht verwunderlich, dass sich auf privat genutzten Smartphones in Deutschland mittlerweile durchschnittlich 42 Apps befinden.

Dabei gibt es gute Gründe, das Smartphone regelmäßig zu entrümpeln. Denn Apps belegen Speicherplatz, sammeln unbemerkt private Daten und bremsen gerade ältere Geräte merklich aus.

Weniger installierte Programme bedeuten auch weniger potenzielle Sicherheitslücken, die ausgenutzt werden könnten. Zudem erleichtert ein aufgeräumtes Handy mit nur den nötigsten Apps die Bedienung. Und nicht zuletzt: Werden nicht genutzte Apps konsequent gelöscht, hält auch der Akku länger durch.

Wie verbrauchen Apps Energie?

Vor allem Social-Media- und Messenger-Apps verbrauchen überdurchschnittlich viel Energie, da sie Benachrichtigungs- und Ortungsdienste nutzen und dabei permanent Daten übertragen. Die Stromfresser unter Ihren Apps finden Sie, indem Sie in den Einstellungen nach Akku (Android) oder Batterie (iPhone) suchen.

Die meisten App-Inhalte werden in der Regel nicht auf dem Smartphone selbst, sondern auf externen Servern gespeichert. Das gilt auch für die Werbung, die über die Apps ausgespielt wird. Das bedeutet: Der Löwenanteil des Energieverbrauchs fällt in den Rechenzentren weltweit und bei der Datenübertragung zum Handy an. Auch hier ist die Übertragung über mobile Datennetze energieintensiver als über WLAN.
Weitere Informationen gibt es in diesem Video.

Apps nachhaltig nutzen: Fünf Tipps
  1. Löschen Sie ungenutzte Apps. Das sorgt für mehr Speicherplatz, mehr Geschwindigkeit und mehr Sicherheit.
  2. Wenn möglich, nutzen Sie für den Internetzugang WLAN statt mobiler Daten. Die Datenübertragung über WLAN verbraucht weniger Energie.
  3. Aktivieren Sie Push-Benachrichtigungen nur für wichtige Apps und schalten Sie Ortungsdienste nur bei Bedarf ein. Gehen Sie dazu in die Einstellungen Ihres Smartphones und suchen Sie den Begriff Standort (Android) oder Ortungsdienste (iPhone).
  4. Einige Apps bieten die Möglichkeit, Inhalte auf dem Gerät zu speichern und so auch offline zu nutzen. Dies ist vor allem bei datenintensiven Medien wie Musik- und Videodateien, Hörbüchern und Podcasts, aber auch bei Kartendaten von Navigations-Apps sinnvoll.
  5. Bevorzugen Sie werbefreie Apps oder blockieren Sie Werbung - das spart Energie und bremst Datensammler aus.

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