Hamsterkäufe sind nicht notwendig

Pressemitteilung vom

Verbraucher müssen nicht um die Versorgung mit Lebensmitteln fürchten - Hamsterkäufe sind nicht notwendig

•    Aktuell sieht der deutsche Handel keine Versorgungsschwierigkeiten.
•    Vorräte müssen richtig gelagert und bei Zeiten auch verbraucht werden.
•    Sinnvoll ist, die gelagerten Lebensmittel nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum zu sortieren.

 

 

Mann im Supermarkt zwischen Regalen
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Leere Regale, wo sonst Nudeln und Kartoffelsuppen diverserer Hersteller standen – ein höchst ungewohnter Anblick in deutschen Läden. Dafür dürften nun viele Lebensmittel in den Schränken zu Hause lagern – zu viele?

"Es gibt aktuell keine Anzeichen für Versorgungsengpässe und deshalb keinen Grund für Panik- oder Hamsterkäufe", sagt Theresia Weimar-Ehl, Ernährungsexpertin bei der Verbraucherzentrale des Saarlandes.
Der Umgang mit der Coronakrise ist für Verbraucher nicht leicht. Auf der einen Seite sollen soziale Kontakte minimiert werden, weshalb es besser ist, seltener einzukaufen und dafür etwas mehr an Vorrat zu haben. Auf der anderen Seite sollte man nur so viel einkaufen, wie es der unmittelbare Bedarf erfordert. Damit leisten wir alle einen Beitrag, dass alle noch was bekommen. Doch was ist eine sinnvolle Vorratshaltung?

Kartoffeln, Reis, Brot, Mehl oder Haferflocken sind wichtige Kohlenhydratlieferanten, also Lebensmittel, die Energie liefern und satt machen. Man kann sie vielseitig verwenden. Aus Mehl und Eiern kann man zum Beispiel herzhafte Pfannkuchen oder süße Nachtische zubereiten. Ein 2,5 kg Netz Kartoffeln, 2kg Nudeln und eine Tüte Reis reichen, um für eine 4-köpfige Familie für eine Woche abwechslungsreiche Mahlzeiten zu kochen.

Möhren, Sellerie oder Wirsing sind typische Gemüsearten, die bei uns an-gebaut werden und auch im Winter frisch angeboten werden. Man braucht daher nicht ausschließlich auf Konservendosen zurückzugreifen. H-Milch ist auch sehr lange ohne Kühlung haltbar. Jedoch auch nicht ewig. Deswegen rät die Verbraucherzentrale, diese nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum sortiert zu lagern. Vorsicht ist geboten, wenn die Milch schleimig oder bitter schmeckt – dann ist sie verdorben und gehört entsorgt.

Hülsenfrüchte wie Linsen, Erbsen und Bohnen können ebenfalls sehr lange gelagert werden. Zudem sind sie ein wichtiger Eiweißlieferant. Zusammen mit Kartoffeln, Möhren, Sellerie und anderen Gemüsesorten kann man daraus einen vollwertigen und sättigenden Eintopf kochen.

Der Kauf von teuren Langzeitlebensmitteln, Nahrungsergänzungsmitteln oder „Astronautennahrung“ ist nach Aussage von Theresia Weimar-Ehl nicht notwendig.

Wer Fragen zum Thema Vorratshaltung, Haltbarkeit verschiedener Lebensmittel hat oder Tipps für kreative Rezepte aus Grundnahrungsmitteln braucht, kann am Freitag, den 20. März von 10 Uhr bis 18 Uhr mit Expertinnen der Verbraucherzentrale sprechen.

 

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.