Mein Foto, meine Rechte! – Richtiger Umgang mit Bildern
Posten, teilen, weiterschicken – was ist erlaubt und wo liegen die Grenzen? Im Workshop geht es um das Recht am eigenen Bild, die Einwilligung und eventuellen strafrechtlichen Folgen – mit konkreten Beispielen aus dem digitalen Alltag.

Allgemeine Informationen
- Format:
- Workshop mit Expert:innen
- Zielgruppe:
- Sek I, Sek II, Junge Erwachsene und Berufsstarter
- Zeitlicher Umfang:
- 2 bis 3 Unterrichtsstunden
- Themenfeld:
- Digitales, Recht am eigenen Bild, Bildrechte, Einwilligung, Veröffentlichung, Social Media, Sexting, Cybergrooming, Strafrecht, Persönlichkeitsrecht, Urheberrecht, Foto, Bild
- Kontaktmöglichkeit:
-
Verbraucherzentrale Saarland e. V. | Trierer Straße 40 | 66111 Saarbrücken
bildung@vz-saar.de - Kosten:
- auf Anfrage
Workshopbeschreibung
Fotos gehören heute ganz selbstverständlich zu unserem Alltag. Mit dem Smartphone entstehen in Sekunden Bilder von Freunden, Mitschülerinnen und Mitschülern, Kolleginnen und Kollegen oder auch von fremden Personen. Doch nicht jedes Foto darf einfach aufgenommen, gespeichert, weitergegeben oder veröffentlicht werden.
Der Workshop „Mein Foto, meine Rechte! – Richtiger Umgang mit Bildern“ vermittelt praxisnah die wichtigsten rechtlichen Grundlagen rund um das Fotografieren und den Umgang mit Bildern. Im Mittelpunkt steht das allgemeine Persönlichkeitsrecht und die Frage: Wann darf ich eine Person fotografieren – und wann brauche ich ihre Zustimmung?
Gemeinsam wird erarbeitet, wann eine Einwilligung erforderlich ist, wie eine solche Einwilligung aussehen kann und worauf beim Versenden oder Veröffentlichen von Fotos zu achten ist. Dabei geht es auch darum, wann das Anfertigen, Speichern oder Weiterleiten von Bildern eine Rechtsverletzung oder sogar eine strafrechtlich relevante Handlung darstellen kann.
Anhand von typischen Alltagssituationen werden die rechtlichen Fragen konkret und verständlich gemacht. Die Teilnehmenden überlegen gemeinsam, wie sie sich in unterschiedlichen Situationen verhalten können, welche Risiken bestehen und welche Handlungsoptionen es gibt, wenn eigene Rechte oder die Rechte anderer verletzt wurden.
Inhalte des Workshops
- Grundlagen des allgemeinen Persönlichkeitsrechts
- Wann darf ich eine Person fotografieren – und wann nicht?
- Fotografieren in der Öffentlichkeit und in privaten Räumen
- Einwilligung: Wann ist sie notwendig und was sollte sie enthalten?
- Rechtliche Grenzen beim Weiterleiten von Bildern
- Wann kann der Umgang mit Fotos strafrechtlich relevant sein?
- Typische Konfliktsituationen aus dem Alltag
- Was tun, wenn jemand ohne Zustimmung ein Foto von mir macht?
- Was tun, wenn ein Foto von mir weitergeleitet oder veröffentlicht wurde?
- Gemeinsames Entwickeln sinnvoller und verantwortungsvoller Handlungsstrategien
Methodik
Der Workshop ist praxis- und situationsorientiert aufgebaut. Anhand konkreter Fallbeispiele werden rechtliche Fragen gemeinsam diskutiert. Die Teilnehmenden können eigene Erfahrungen und Fragen einbringen und lernen, rechtlich problematische Situationen frühzeitig zu erkennen.
In Rollenspielen und kurzen Fallübungen werden typische Alltagssituationen durchgespielt – beispielsweise das Fotografieren auf einer Party, das Versenden eines Fotos in einer Messenger-Gruppe oder das Veröffentlichen eines Bildes in sozialen Medien. Anschließend werden verschiedene Reaktions- und Handlungsmöglichkeiten besprochen und hinsichtlich ihrer rechtlichen und praktischen Folgen eingeordnet.
Ziele des Workshops
Die Teilnehmenden sollen Sicherheit im Umgang mit Fotos und Bildern entwickeln. Sie lernen, die eigenen Rechte und die Rechte anderer besser einzuschätzen, rechtliche Risiken zu erkennen und in konkreten Situationen angemessen zu handeln.
Dabei geht es nicht nur um die Frage „Darf ich das?“, sondern insbesondere auch um die Frage:
„Was kann ich tun, wenn etwas passiert ist – und wie kann ich verhindern, dass es überhaupt zu einer Rechtsverletzung kommt?“