WeltFAIRteilungsspiel – Dem Wert des Smartphones auf der Spur
Das WeltFAIRteilungsspiel behandelt Umwelt-, Arbeits- und Lebensbedingungen in einer digitalisierten Welt. Die Schülerinnen und Schüler erfahren am Beispiel des Smartphones, was das eigene Konsumverhalten damit zu tun hat, und diskutieren, entwickeln und präsentieren konkrete Handlungsoptionen für mehr Nachhaltigkeit.

Allgemeine Informationen
- Format:
- Workshop mit Expert:innen
- Zielgruppe:
- Sek I, Sek II, Junge Erwachsene und Berufsstarter
- Zeitlicher Umfang:
- 3 bis 4 Unterrichtsstunden
- Themenfeld:
- Nachhaltigkeit, SDG´s, Verbraucherschutz, Konsum, Globalisierung, Ressourcenschutz, Umwelt- und Lebensbedingungen
- Kontaktmöglichkeit:
-
Verbraucherzentrale Saarland e. V. | Trierer Straße 40 | 66111 Saarbrücken
bildung@vz-saar.de - Kosten:
- auf Anfrage
Workshopbeschreibung
Unser Smartphone begleitet uns jeden Tag – beim Kommunizieren, Lernen, Spielen und Informieren. Doch woher kommt ein Smartphone eigentlich, unter welchen Bedingungen wird es hergestellt und was passiert mit ihm, wenn es nicht mehr gebraucht wird?
Das WeltFAIRteilungsspiel nimmt die Schülerinnen und Schüler mit auf eine Reise rund um die Welt und macht sichtbar, welche Zusammenhänge zwischen unserem eigenen Konsumverhalten und den Umwelt-, Arbeits- und Lebensbedingungen von Menschen in verschiedenen Teilen der Welt bestehen.
Am Beispiel des Smartphones lernen die Schülerinnen und Schüler den globalen Lebenszyklus eines Produkts kennen – von der Gewinnung von Rohstoffen über die Herstellung und Nutzung bis hin zur Entsorgung bzw. Weiterverwertung. Dabei werden auch die Folgen der Globalisierung und die unterschiedlichen Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen entlang dieser Produktionskette betrachtet.
Die Schülerinnen und Schüler setzen sich kritisch mit der Frage auseinander, welchen Einfluss ihr eigener Konsum auf andere Menschen und die Umwelt haben kann. Gemeinsam entwickeln sie anschließend konkrete Handlungsoptionen für einen nachhaltigeren und verantwortungsvolleren Umgang mit Smartphones und anderen Konsumgütern.
Inhalte des Workshops
Im Mittelpunkt des Workshops steht das Smartphone als Beispiel für ein global produziertes und genutztes Konsumgut. Dabei werden unter anderem folgende Themen behandelt:
- Globale Produktionsketten: Woher kommen die Rohstoffe und Bestandteile eines Smartphones?
- Rohstoffgewinnung: Welche Rohstoffe werden benötigt und unter welchen Bedingungen werden sie gewonnen?
- Produktion und Arbeitsbedingungen: Unter welchen Bedingungen werden Smartphones hergestellt?
- Umweltbelastungen: Welche Auswirkungen haben Rohstoffgewinnung, Produktion, Transport und Entsorgung auf die Umwelt?
- Lebensbedingungen: Wie beeinflussen globale Produktions- und Handelsstrukturen das Leben von Menschen in verschiedenen Teilen der Welt?
- Lebenszyklus eines Smartphones: Was passiert mit dem Gerät von der Herstellung bis zum Ende seiner Nutzung?
- Konsumverhalten: Welche Auswirkungen können unsere Kaufentscheidungen haben?
- Verantwortung: Welche Rolle spielen Unternehmen, Politik und Verbraucherinnen und Verbraucher?
- Nachhaltigkeit: Welche Möglichkeiten gibt es, Ressourcen zu schonen und die Lebensdauer von Produkten zu verlängern?
- Handlungsoptionen: Was können wir selbst konkret tun?
Methodik
Der Workshop beginnt mit einer gemeinsamen Arbeit an einer Weltkarte. Verschiedene Elemente werden auf der Karte platziert und dienen als Ausgangspunkt für die inhaltliche Auseinandersetzung. Die Schülerinnen und Schüler erfahren, wie die einzelnen Orte und Stationen miteinander verbunden sind und welche Bedeutung sie für die Herstellung und Nutzung eines Smartphones haben.
Die Inhalte zu den einzelnen Elementen werden gemeinsam mit den Lernenden erarbeitet. Dabei werden erste Zusammenhänge zwischen Rohstoffen, Produktionsstandorten, Transportwegen, Konsum und Entsorgung sichtbar gemacht.
Im Anschluss arbeiten die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen. Jede Gruppe beschäftigt sich mit unterschiedlichen fiktiven Protagonistinnen und Protagonisten, die an verschiedenen Stellen des Lebenszyklus eines Smartphones stehen oder von den globalen Produktionsbedingungen betroffen sind.
Anhand der bereitgestellten Materialien und fiktiven Lebensläufe setzen sich die Gruppen mit den jeweiligen Arbeits-, Umwelt- und Lebensbedingungen auseinander. Sie untersuchen, welche Auswirkungen die globale Smartphone-Produktion auf die dargestellten Personen hat und welche Verbindung zu unserem eigenen Konsumverhalten besteht.
Die Gruppen präsentieren anschließend ihre Ergebnisse und stellen die Perspektiven der verschiedenen Protagonistinnen und Protagonisten vor. Gemeinsam werden die unterschiedlichen Lebenssituationen miteinander verglichen und die Folgen der Globalisierung kritisch diskutiert.
Zum Abschluss richten die Schülerinnen und Schüler den Blick auf die eigene Handlungsebene. Aus den gewonnenen Erkenntnissen entwickeln sie konkrete Handlungsoptionen für mehr Nachhaltigkeit. Dabei wird gemeinsam überlegt, welche Möglichkeiten es beispielsweise beim Kauf, bei der Nutzung, der Reparatur, der Weitergabe oder der Entsorgung von Smartphones gibt.
Ziele des Workshops
Ziel des Workshops ist es, Schülerinnen und Schüler für die globalen Zusammenhänge unseres Konsums zu sensibilisieren. Am Beispiel des Smartphones erkennen sie, dass ein alltägliches Produkt mit Menschen, Arbeitsbedingungen und Umwelt in vielen verschiedenen Teilen der Welt verbunden ist.
Die Schülerinnen und Schüler sollen verstehen, dass Konsumentscheidungen nicht isoliert betrachtet werden können. Sie lernen, die Auswirkungen globaler Produktions- und Handelsstrukturen auf Umwelt-, Arbeits- und Lebensbedingungen kritisch zu hinterfragen und unterschiedliche Perspektiven einzunehmen.
Gleichzeitig geht es darum, die Schülerinnen und Schüler nicht bei der Problembetrachtung stehen zu lassen. Sie entwickeln eigene konkrete und alltagstaugliche Handlungsoptionen und setzen sich damit auseinander, welchen Beitrag sie selbst zu einem nachhaltigeren Konsum leisten können.
Der Workshop stärkt damit sowohl die Verbraucher- und Gestaltungskompetenz als auch die Fähigkeit, globale Zusammenhänge kritisch zu reflektieren und eigene Handlungsmöglichkeiten zu erkennen.
Denn hinter jedem Smartphone steckt eine globale Geschichte – und unser Konsum kann Teil der Lösung sein.