Restefrei und lecker: Clever kochen in der Festival-Saison

Verbraucherzentrale gibt Tipps gegen Lebensmittelverschwendung

Pressemitteilung vom 02. Juni 2026

Festivals sind unvergessliche Erlebnisse – doch beim Essen wird oft unnötig viel verschwendet. Die einfache und schnelle Camping-Küche erzeugt häufig viel Verpackungsmüll und Lebensmittelreste.

„Viele Lebensmittel landen auf Festivals unnötig im Müll, weil zu viel oder das Falsche eingepackt wird. Wer haltbare Produkte clever kombiniert und realistisch plant, kann Lebensmittelverschwendung ganz einfach vermeiden“, sagt Theresia Weimar-Ehl, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Saarland. 

Was bleibt frisch und haltbar?

Hitze, fehlende Kühlung und begrenzte Lagermöglichkeiten lassen viele Produkte schnell verderben. Deshalb empfiehlt es sich, vor allem auf haltbare Lebensmittel zu setzen. Konserven wie Kichererbsen, Bohnen, Mais oder Tomaten sind vielseitig einsetzbar und halten im geschlossenen Zustand Temperaturschwankungen im Zelt gut aus. Ebenso praktisch sind Trockenprodukte wie Couscous, Nudeln oder Haferflocken. Sie sind leicht zu transportieren, lange haltbar und schnell zubereitet. Ergänzt werden kann die Festival-Verpflegung durch energiereiche Snacks wie Nussmus, Trockenobst, Nussmischungen oder Müsliriegel. 

Für die ersten Tage eignen sich außerdem robuste Obst- und Gemüsesorten wie Äpfel, Bananen oder Karotten. Auch Hartkäse sowie haltbarere Wurstsorten wie Salami oder Chorizo überstehen ein Festival meist problemlos.

Kochen mit einfachen Mitteln

Für leckeres Festival-Essen braucht es keine große Küchenausstattung. Mit einem kleinen Gaskocher lassen sich schnell einfache und sättigende Gerichte zubereiten.

Wichtig für die Sicherheit:

  • Den Kocher immer im Freien betreiben – niemals im Zelt
  • Eine stabile, feuerfeste Unterlage verwenden
  • Konservendosen nicht direkt erhitzen sondern den Inhalt vorher in einen Topf oder eine Pfanne geben

Konserven: Schätze aus der Dose

Konserven sind auf Festivals besonders beliebt, weil sie lange haltbar sind und sich gut vorbereiten lassen. Damit dennoch keine Lebensmittelfeste entstehen, sollten Festivalbesucher:innen ihre Mengen realistisch planen. Geöffnete Dosen sollten zeitnah verbraucht werden. Den Inhalt füllt man am besten in einen verschließbaren Behälter um. Große Dosen können außerdem gut mit Freund:innen geteilt werden. 

Auf vielen Festivals gibt es inzwischen Supermärkte. Dadurch müssen Lebensmittel nicht schon im Voraus in großen Mengen mitgebracht werden. Auch eine realistische Planung, wie oft tatsächlich selbst gekocht wird oder wie oft etwas vom Imbiss geholt wird, hilft bei der Vermeidung von Lebensmittelresten.

Wer am Ende des Festivals ungeöffnete Konservenübrig hat, kann sich über Spendenmöglichkeiten informieren und die Dosen dort abgeben. Leere Dosen gehören selbstverständlich in den Recyclingmüll. Auf vielen Festivals stehen dafür Sammelstellen bereit oder Müllbeutel werden selbst mitgebracht, um das Gelände sauber zu halten.

Rezepttipp: Couscous-Salat to go

Auch ohne Kocher lässt sich gut essen: Couscous quillt bereits in kaltem Wasser und ist nach kurzer Zeit verzehrfertig.

Dafür Couscous mit kaltem Wasser quellen lassen und  anschließend mit gewürfelter Roter Bete, Apfel und Möhre vermengen. Das Dressing aus Essig und Öl kann bereits daheim vorbereitet und separat in einem verschließbaren Behälter mitgenommen werden.

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